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Sub09lit Action Trainer Stefan Trybus beim Viennaman 2008
Für Stefan von sub09lit actions wurde es am Samstag den 31.5.2008 ernst. Der Start beim Viennaman 2008, ein Traithlon über die Halb - Ironman Distanz stand am Programm ....

Training und Vorbereitung

2 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 20 km Laufen ... das sind die Distanzen die es zu bewältigen gilt! Das Training und die Vorbereitung liefen gut und ich bin guter Dinge! Aufs Schwimmen freu ich mich sogar, da ich in dieser Disziplin in den letzten Monaten einiges gemacht habe und mit Hilfe einer Trainerin unheimlich viele Technikeinheiten absolviert habe.

Ich bin also motiviert, fühl mich soweit gut und freu mich auf Samstag auf meine erste Halbdistanz! Sollte alles gut gehen, keine Radpanne, kein Einbruch beim Laufen, ..... , hoffe ich so ungefähr bei 5 Stunden das Ziel zu erreichen.

Ein Bericht wird natürlich hier so bald ich wieder fit bin veröffentlicht!

Wer zuschauen möchte: Start Samstag 31.5. Donauinsel Reichsbrücke um 12 Uhr!

Ich freu mich..

Stefan

Der Wettkampftag - Judgment Day

Vorbereitung

Tsja, geschlafen hab ich nicht sehr viel. Die Nervosität und die Anspannung vor dem großen Tag waren so groß wie noch nie.

Trotzdem war ich am Samstag in der Früh gut drauf, fühlte mich locker und hatte in der Früh genug Zeit meine Sachen genau zu packen, damit ich ja nichts vergesse. Um ca. 10 Uhr war ich am Ort des Geschehens auf der Donauinsel.

Das übliche Prozedere bei Triathlons: Startnummernabholung, T-Shirt Ausgabe und Startnummernbeschriftung auf Oberarm und Unterschenkel!

Bevor ich mich in die Wechselzone begab, schaute ich mir noch den Sprint Bewerb an, wo ein Freund, Sascha Nihs, seinen ersten Triathlon absolvierte … und wie. Tolle Leistung!

Dann gings zu meinen Vorbereitungen. Das Rad musste vorbereitet werden: Performance Riegel und Sonnenbrille mit Klebeband ankleben, damit dies beim Wechsel keine Zeit verschwendet und trinken vorbereiten. Schon jetzt war die Hitze teilweise unerträglich, und es war erst Vormittag. Also viel Wasser vorbereiten!

Ich war früh genug in der Wechselzone, hatte also jede Menge Zeit alles genau zu planen und konnte mich dann noch im Schatten etwas ausruhen bevor es dann um 11.40 wirklich ernst wurde. Wettkampfbesprechung, rein in den Neopren und ab ins Wasser!

Schwimmen (2 km)

Der Start erfolgte aus dem Wasser! Ca. 450 Menschen gleichzeitig. Stress pur!

Totzdem wars irgendwie nicht ganz so schlimm. Ein paar Schläge auf den Kopf, ein paar Schläge in den Magen und dann hatte ich auch schon mehr oder weniger freie Bahn. Ich freute mich ja schon aufs Schwimmen, da ich da wirklich viel gemacht habe in letzter Zeit. Und das hat sich ausgezahlt! Ich kam sofort in einen 3er Atemrhythmus und konnte relativ entspannt die erste der 2 Runden des Dreieckskurses schwimmen. Nach der ersten Runde ein Blick auf die Uhr: 16 Minuten. „Bist deppat, so schnell war ich noch nie“ war der erste Gedanke! Der zweite:“Ned übertreiben“. Ich machte also einfach so weiter und hielt das Tempo und war bei 32 Minuten aus dem Wasser. Eine Zeit von der ich niemals zu träumen gewagt hätte. Ich glaub an dieser Stelle muss ich mich bei meiner Schwimmtrainerin, Sandra, wirklich bedanken für die wertvollen Einheiten im Becken (www.schwimmtraining.at).

Schwimmen also mehr als nach Plan verlaufen!

Wechsel 1 (Schwimmen – Rad)

Angefeuert durch Sascha und Peter aus dem Wasser lief ich zum Rad. Neopren war schnell ausgezogen. Radschuhe an und los geht’s! Ein sehr schneller Wechsel und ich war nach insgesamt 36 Minuten am Rad!

(Ich komme aus dem Wasser ... gleich mal die Badehaube runter *gg*)

Rad (90 km)

Die meisten Triathleten sind ja vor allem im Amateurbereich sehr gute Radfahrer. Das bekam ich auf der ersten Radrunde zu spüren. Da ich ja beim Schwimmen relativ weit vorne war, wurde ich nun von all den guten Radlern überholt. Kein gutes Gefühl was mich am Anfang auch ziemlich ärgerte. Gut, aber ich dachte mir, ich mach mein Rennen, halte mein Tempo und fahr das so durch wie ich es kann. Die ersten beiden Runden zu je 22,5 km waren kein Problem. 11 km jeweils Gegenwind, der immer stärker wurde, und dann 11 km mit dem Wind! Leider wurde der Wind aber immer stärker. In Runde drei wars dann am Höhepunkt: Oft sieht man ja auf der Neuen Donau nicht Windsurfer. An diesem Tag schon. Soviel zum Thema Wind. Naja. Da muss man durch. Probleme mit den Beinen hatte ich kaum. Einzig und allein mein Nacken begann am Beginn der letzten Runde zu schmerzen und ich musste mich echt zwingen den Kopf nach vorne zu richten. Aber auch das ging vorbei. Die Hitze war im Moment am Höhepunkt. Und wenn man das am Rad spürt, wo man den Fahrtwind hat, heißt das was. Literweise wurde Wasser über den Helm gegossen. Die Angst vor einem Sonnenstich wurde immer größer. Trotzdem die 90 km schaffte ich in 2:52, vielleicht nicht ganz so schnell wie ich wollte aber noch immer mehr als im Zeitplan.

Radfahren also auch voll nach Plan verlaufen. Auch wenn ich vielleicht mit dem Puls etwas zu hoch war. Die Beine fühlten sich gut an und ich freute mich aufs Laufen …. Doch es sollte noch ganz anders kommen.

Wechsel 2 (Rad – Laufen)

Ein sehr schneller Wechsel. Radschuhe aus, Laufschuhe an und los gehts. Schnell noch eine Flasche Wasser über den Kopf und raus auf den 4km Kurs den es 5 mal zu Laufen galt.

Laufen

Nach 300m war alles klar. Das wird er schwerste und härteste Lauf meines Lebens. Die Beine waren gut, doch die Lunge alles andere als das. Ich brachte einfach keine Luft mehr rein, musste schnell atmen und alles im Brustbereich begann zu stechen. Wasser, ich brauch Wasser. Ich schleppte mich irgendwie zur ersten Labstation bei km 1,8. Ein Becher Wasser über den Kopf und einer zum Trinken. Dann sollt es besser gehen, dachte ich mir. Naja …. Runtergebracht hab ich nichts. Das Waser kam wieder raus und das kalte Wasser über den Kopf hatte ungefähr den Effekt wie wenn man in kaltes Wasser springt … die Lunge wird kleiner. Super. Was mach ich jetzt? Weiterlaufen zur nächsten Labe. Das muss besser werden, war doch im Training auch so. Gibt’s doch gar nicht. Ja es wurde nicht wirklich besser. Ich schaffte es zwar bei jeder Labe dann Wasser zu trinken, aber die Lunge war einfach kaputt. Gut dann muss ich es wohl irgendwie anders schaffen.

Peter mit seiner Erfahrung vom Ironman sah sofort , da rennt was ganz und gar nicht nach Plan. Und ich muss sagen, ohne seine Anfeuerungen neben der Laufstrecke weiß ich nicht, ob die Gedanken in meinem Kopf („Lass es! Besser Trainieren und beim nächsten Mal besser vorbereitet mitmachen!“) nicht gewonnen hätten. Nein das gabs nicht. Jetzt gibt’s kein aufhören mehr so kurz vorm Ziel. Runde 2 und 3 waren also die reine Hölle, weil ich trotzdem noch irgendwie versuchte halbwegs die Zeit zu halten. Ab Runde 4 war es mir völlig egal. Ich wurde zwar langsamer aber auch lockerer und entspannter. Egal. Ich machte einfach weiter. Von Labstation zu Labstation. Wasser in mich hinein und über den Kopf … ein kurzer Aufschrei und weiter, weiter, weiter …..

Ab Runde 5 war es klar. Jetzt schaff ichs. Jetzt kann nichts mehr sein. Der Zieleinlauf war wohl das emotionalste und erleichternste was ich jemals erlebt habe. Die Zeit beim Laufen zwar zum vergessen, jedoch ein Sieg das Ding trotzdem noch irgendwie ins Ziel gebracht zu haben.

Danke, danke, danke an Peter!

Fazit

Naja. Ich würd mal sagen. Schwimmen super. Radfahren war ich zufrieden, obwohl man da noch viel machen kann. Ja und Laufen … was soll ich sagen. Dass es hart wird hab ich gewusst. Aber dass es so hart wird hab ich nicht geahnt. Naja …. Für erste mal geschafft, glücklich und stolz. Am besten beschreibt es noch das Finisher T-Shirt: „Die Schmerzen vergehen, der Stolz bleibt.“

Ein Tag den ich wohl so schnell nicht vergessen werde und der Mut macht für andere Dinge die in Zukunft vielleicht auf dem Programm stehen.

Danke an die, die mit mir an diesem Tag dabei waren. Hat mir unheimlich viel bedeutet!

Meine Zeit im Überblick

Schwimmen: 0:32:56 (87ter Rang)

Wechsel 1: 0:02:51

Rad: 2:52:03 (238ter Rang)

Wechsel 2: 0:01:31

Laufen: 02:07:14 (274ter Rang)


Naja und ich muss gestehen eine 3 Minutenstrafe wegen Windschattenfahren bekommen zu haben. Aber wer macht das denn nicht. *gg* Zähl ich nicht zu meiner Zeit, weil ich mich echt bemüht habe so wenig wie möglich mich hinter anderen zu verstecken, was man nicht von allen behaupten kann, wenn ich da an so 30 Mann Pulks denke die mich übetholt haben ... naja!

Fotos

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