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Swim,bike and run

Ja, für euch, die ihr überlegt mit dem Ausdauersport zu beginnen, bzw. schon begonnen habt und am Anfang eher schlechte Erfahrungen gemacht habt, hier meine Geschichte mit allen Hochs und vor allem Tiefs dazu .....

Die Begeisterung Ausdauersport hat mich erst relativ spät in meiner sportlichen Kariere gepackt. Zu Beginn war Laufen für mich eine reine Sportart um fit zu bleiben und, wenn notwendig, das Gewicht zu halten. Ich sah keine Highlights, keine Hochs und Tiefs, nur eine monotone langweilige Bewegung ..... nur der Gesub09dheit zu Liebe ..... doch dies sollte sich ändern, und zwar schneller als ich glaubte.

Ich ging damals 3 bis 4 mal in der Woche laufen, anfangs immer das gleiche Tempo .... öde! Dann probierte ich das Trainig etwas zu varieren ... mal schnell und kurz, mal langsam und lang, mal irgendwie .... und ich bemerkte ich werde schneller und nicht mehr so schnell müde .... und da war sie die Begeisterung ... der Weg schneller zu werden war gefunden.

Wir schreiben das Jahr 2004, um genau zu sein das Frühjahr. Brav spulte ich, man solls nicht glauben ohne Ziel vor Augen, meine 3 bis 4 Trainings in der Woche ab. Dann kam Peter Dlesk ins Spiel: "Du brauchst ein Ziel, das bringt ja nichts". So wars: Die Operation Wachau Halbmarathon war geboren. Trainingsplan hatte ich keinen, und ich trainierte noch einige Woche so weiter. Dann kam der Sommer: Hitze, verdammte Hitze, null und null komma, null Bock auf Laufen .... So wurde es langsam weniger bis gar nichts mehr .... Wir befinden uns 3 Wochen vor dem Wettkampf, zufällig sah ich den Eintrag in meinem Kalender. "Najo, wird scho passen, 21 km sind ka Hexerei, ich bin doch schon öfter 15 oder so ca. gelaufen *gg*" ... Ich hatte ca. 5 Wochen gar nichts gemacht, ging vor dem Wettkampf genau genommen 8 mal Laufen. Der letzte Lauf war ein Test über 15 km. Es ging gut, zwar hatte ich einen mörder Muskelkater, aber geschafft und es wär noch was gegangen sagte ich mir.

Der Tag der Wahrheit. Start in Spitz. Die Knien waren irgendwie schwummrig. Taktik: Mal Gas geben und dann mal schauen was passiert. Bei km 10 brannten die Oberschenkel furchtbar. Vielleicht wär ein langsames Beginnen doch besser gewesen. Der nächste Fehler: "Ich muss so schnell ins Ziel wie möglich, also gib Gas". Die Folge: Bei km 15 stellte ich mir die Frage ob ich noch Beine habe, ein Blick auf meine Pulsuhr: 185 Schläge/min. Oje. Doch ich schaffte es. Ich kann mich noch an den letzten km erinnern. Pulswerte von 190 waren keine Seltenheit. Schmerzen fantastischer Natur. Vor dem Start war mein Ziel entweder nicht vom ersten des Marathons überholt zu werden oder unter 2 Stunden zu bleiben. Meine Zeit: 1:49:33. "Wahnsinn" war der erste Gedanke, "Wieso hab ich Idiot nicht ordentlich trainiert" der Zweite.

Jetzt hatte es mich so richtig gepackt. Es ging Schlag auf Schlag: Anmeldung LCC Herbst Halbmarathon. Trainingsplan. Neue Bestzeit: 1:45:28. Yeah. Ich arbeitete mich immer weiter bis ich 2006 in Stinatz meine beste Zeit von 1:34:03 erreichte.

Und es ging weiter. Ein Jahr 2005 später absolvierte ich meinen ersten Marathon in 4:06:00. Gute Zeit fürs erste mal, doch ich wollte mehr. Jedoch kam jetzt eine Zeit der Ernüchterung, die genauso zum laufen gehört wie die Highlights. Sehnenscheidenentzündungen, Orthopäden usw .... Es ging so weit das ich gar keine Lust mehr am Laufen hatte. Doch da gabs ja noch was in der Richtung wo man nicht so viel Laufen musste. Triathlon. Ja, das wars. Ein Rennrad wollte ich schon immer und nun hatte ich einen Grund dafür. Und so sollet es sein. Zwei Sprint Triathlons wurden absolviert und dann kam die Olympische Distanz. Und die hat es mir angetan. 1,5 km Schwimmen, 40 mit dem Rad und 10 km Laufen waren genau richtig. Es war nicht nur der Kampf ums durchhalten, sondern man kann sich relativ bald aufs Schneller werden konzentrieren. Und da halte ich nun bei 2:49:07.

Die große Liebe habe ich jedoch im Rennradsport zur Zeit gefunden. Etappen über steile Bergpässe sind einfach der Traum. Laufen war im Frühjahr 2007 nichts für mich, da ich mich einer Leistenoperation unterziehen musste. Der Arzt sagte 4 Wochen Pause und dann langsam beginnen. Das galt fürs Laufen. Nach 3 Wochen saß ich am Rad. Am ersten Tag nach meinem Spitalsaufenthalt war ich im Internet auf www.glocknerkoenig.com. Seit meiner KIndheit verfolgte ich die Österreich Radrundfahrt und besonders die Königetappe auf den Glockner. Und da gab es ein Rennen für Jedermann. (Bericht zum Glocknerkönig 2007 gibt es unter Berichte)

Was sind die Ziele: Glockner schön und gut. Doch da gibts doch noch einen andern Berg in der Österreich Rundfahrt vor dem sogar Profis weiche Knie bekommen. Das Kitzbüheler Horn. Zwar nur 8 km lang jedoch phasenweise mit 18% Steigung. Das ist das Ziel. Und in weiter Ferne liegen die Pässe, die ein Lance Amstrong, Michael Rasmussen und wie sie alle heissen, jedes Jahr beim härtesten Rennen der Welt , der Tour de France, erklimmen. Ja da werd ich wohl nie mitfahren, doch die Pässe kann ich bekämpfen. Col du Galibier, Col du Telegraph .... und wie ihr alle heißt .... ich werde kommen .....