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Snowboard & Surf

Mein Weg am Snowboard
Erinnert sich noch jemand an folgende Firmen: Mamboo, Hooger Booger .... Die, die sich erinnern und mit diesen Firmen Bekanntschaft gemacht haben, werden nun wahrscheinlich ein Lächeln auf den Lippen haben und an die verrückten Snowboard Anfangszeiten zurückdenken. Die, die nicht wissen von was hier die Rede ist: Die beiden genannten Firmen waren damals Snowboardmarken.

Man stelle sich die Bretter so vor: Extrem lang und breit, nahezu keine Tailierung und hart wie Stahl. Solche Bretter hatte man bei seinen ersten Snowboardstunden im Schnee. Zur Draufgabe stand man mit Schischuhen am Brett.

So gings auch bei mir in meinem 13 Lebensjahr los. Allein quälte ich mich am Babyhang ab. Stunde um Stunde. Damals entwickelte sich die Snowboard - Technologie rasend schnell. Jedes Jahr neue gravierende Ideen. Asymetrische Boards nicht nur im Race Bereich, Soft - Bindungen mit 3 Schnallen usw. Ich habe nahezu alles ausprobiert und muss sagen es gab einiges Equipment mit dem ich nicht einen Schwung schaffte und einiges sehr gutes, was sich trotzdem nicht bis heute hielt.

Ich probierte also herum und fand bald meine Begeisterung in einem asymetrischen halbwegs weichen Brett von Burton. Ja es war das legendäre Burton Asym Air. Gleichzeitig entdeckte ich meinen Hang zur Geschwindigkeit. Ein Race - Board musste her und auf diesem machte ich meine größten Fortschritte. Ich lernte technisch richtig zu fahren und machte auch meine erste Ausbildung auf diesem Board. Mein Asym Air war eigentlich nur mehr für Tiefschnee - Abenteuer bestimmt. Irgendwann war die Technologie so weit, dass es am Markt harte Bretter, die mit Soft - Bindungen zu fahren waren, gab ... Boardercross Boards. Und die haben es mir bis heute angetan. Mit diesen Dingern kannst du fast alles machen. Stabil auf der Piste, weiche genug für Powder und man hat keine blauen Flecken mehr von den Hartschalenschuhen der Raceboards.

Ich entschloss mich die Ausbildung zum Snowboardlehrer zu machen. Keine leichte Angelgenheit aber es ging. Gleichzeitig verbrachte ich viele Wochen im Winter in Hinterglemm. Ich unterrichtete dort und machte wirklich viel Erfahrung im Gelände. Auf diesm Weg lernte ich eine Menge Leute in der heimischen Snowboardszene kennen und bin noch immer Winter für Winter sehr viel in heimischen Schigebieten unterwegs. Meine große Liebe im Snowboardsport gilt nach wie vor dem Gelände. Keine ungefährliche Sache, jedoch mit wahnsinnigen Erfahrungen.

Extreme Gladiator - das Highlight am Klippitztörl

So heißt ein Snowboardrennen ganz anderer Art ... 24 Stunden Boardercross in 3er Teams. Die erste Teilnahme war 2002. Es war nicht gerade leicht ein Team für dieses verrückte Event aufzustellen. Jedoch wusste ich von Dlesk Peter´s Hang zu verrückten Ideen. Da waren wir zwei. Den Dritten im Bunde fanden wir in Bernhard Koller, einem sehr gutem Freestyler.

Kurz der Rennmodus: Eine Piste (ja eine ganze .. von der Austiegsstelle beim Lift bis zur Talstation) war als Rennstrecke mit Toren, Steilkurven und Sprüngen präpariert. Einmal Lift hinauf und die Strecke runter gilt als eine Runde. Der Sieger: Der in 24 Stunden am meisten Runden schafft. Wahnsinns Idee.

Start war um 16 Uhr. Ich übernahm den Start und ging voller Motivation ins Rennen. Unser Plan sagte, so ca. alle 1 1/2 Stunden wechseln, dann kann sicher jeder 3 Stunden ca. ausruhen. Klingt viel, ist es jedoch bei dieser Beanspruchung nicht. Die Piste war in kürzster Zeit zur Hölle geworden. Steine, fantastisch lange Eisplatten und Mitstreiter in verrücktem Tempo. Der Rettungswagen hatte Dauereinsatz. Es ging ganz gut bei uns nach den ersten paar Wechseln. Bis etwas furchtbares geschah. Bernhard stürzte bei einem Sprung abseits des Rennens in seiner Pause schwer. Krankenwagen .... Krankenhaus. Peter und ich kämpften währendessen weiter. Dann der Anruf. Ein Halswirbel war gebrochen. Oh Gott. Per Telefon, während einer von uns, Peter und ich, am Lift saß, besprachen wir die Lage. Abwarten wie schlimm es ist. Gott sei Dank nicht allzu schlimm und das Rückenmark war nicht verletzt. Peter und ich entschieden zu zweit weiterzufahren.

Die Strecke war nun nicht mehr mit allgemeinbekannter Fahrtechnik zu befahren. Getrieben von der Uhr und den Mitstreitern schoss man regelrecht von einer in die nächste Eisplatte und hin und wieder fand man sich nachher im Zaun oder im Wald. Peter behauptet bis heute mehrmals die Sterne gesehen zu haben ... nein nicht die am Himmel. Gerade gut gesichert war die Strecke ja nicht. Doch dann passierte es. Ich war gerade neu auf die Strecke gegangen. es war ca. 23:30 Uhr. Ein Stein, dann die Eisplatte und der Sturz. Neben der Piste war der erste Gedanke ... was da wohl nun gebrochen ist. Nichts, ich war wohl auf und fuhr weiter. Doch irgendwie hatte mein Brett bei jedem Backside Schwung komische Aussetzer und ich konnte es fast nicht mehr auf der Kante halten. Nach der 3ten Runde war nun kein Schwung mehr möglich. Ich schlitterte in jeden Backside hinein und auf meinem Steißbein hinaus. Traumhafte Schmerzen. Dann zum Glück. Rennabruch vorläufig. Die Veranstalter hatten entschieden wegen Unbefahrbarkeit die Piste neu zu präparieren. Erleichtert schnallte ich unten ab, nahm mein Brett in die Hand und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auf gut 20 cm hatte ich keine Backside Kante mehr. Jetzt war alles klar. Das Brett nicht mehr fahrbar, einer im Spital ... die Konsequenz. Wir warfen das Handtuch. Setzen uns ins Auto und fuhren depremiert heim.

Jahr um Jahr ärgerte mich dieses Pech. Warum musste er sich außerhalb des Rennens verletzen, warum ich den größten Stein erwischen. Es gab nur eins .... wir versuchens nochmals. Und so war es auch. Das neue Team: Chris Petz, ein Snowboardlehrer Kollege von mir, Peter Dlesk und ich starten 2005 einen neuen Versuch. Chris war jedoch auch schon 2002 erfolgreich gewesen in einem anderen Team. Diesmal ging es gut. Nicht nur gut sondern sehr gut. Wir wurden 7ter von insgesamt 26 Teams und das drittbeste Team, welches mit Softboots antrat.

Windsurf

Vor ca. 4 Jahren war ich auf der Suche nach einem Ausgleichssport zum Snowboarden im Winter. Warum nicht Windsurfen. Dies ist nun zu einer meiner größten Herausforderungen geworden. Ein Board unter Kontrolle zu halten ist die eine Sache, nebenbei mit Wind und Segel zurechtzukommen die andere. Anfangs waren es nur vereinzelte Tage in Podersdorf, schleppend ging da was weiter. Diesen Sommer, 2007, jedoch machte ich mich auf nach Lefkada, um mich dort 2 Wochen lang zu verbessern. Tsja und da halte ich nun ... die Operation Windsurfen wird wohl noch einige Zeit dauern ... aber das ist gut so.

Das bin leider nicht ich ....